Brotkasten

BrotkastenWer liebt nicht den Geschmack von frischem duftendem Brot? Leider ist das Brot oftmals nur am Tag des Kaufes weich und frisch. Das Brot kann später noch gegessen werden, aber oftmals wird die erste Scheibe direkt abgeschnitten und weggeworfen. Demnach muss eine Möglichkeit her, mit der sowohl Brot als auch Brötchen möglichst lange weich, frisch und genießbar bleiben. Jährlich werden in deutschen Haushalten einige Tonnen an Brot im Müll entsorgt. Nach Obst und Gemüse ist das Brot, das am häufigsten entsorgte Lebensmittel. Früher diente der Brotkasten nicht nur dem frisch halten von Brot, er schützte das Brot auch vor Hausmäusen.

Das ist ein Brotkasten

Hier kommt der Brotkasten ins Spiel. Ein Brotkasten ist ein Behältnis, ein Kasten, in dem Brot gelagert wird. Die Größe eines Brotkastens ist überwiegend so gestaltet, das ein großes Laib Brot darin Platz hat. Der am meisten verwendete Brotkasten in Deutschland ist etwa 40 cm breit und 20 cm tief. Die Höhe ist ca. 15 cm hoch. Der Brotkasten kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Größtenteils ist er, wie seit Generationen davor, aus Holz oder Metall gebaut worden. Mittlerweile wird natürlich auch Kunststoff verwendet.Die untere Seite und die hintere Seite sind gerade und viereckig. Die Seitenteile sind wie ein L gearbeitet und nach vorn ist die Kante abgerundet. Vorn ist eine Klappe, die sich wie ein Rollo hoch schieben lässt. Dort ist auch oftmals eine mechanische Vorrichtung angebracht, mit der sich die Vorderseite hoch schieben, also öffnen lässt. Brotkästen früherer Jahre konnten wahre Schmuckstücke sein. Die Kästen aus Metall oder Holz waren farbig gestaltet und entweder vorn mit dem Wort Brot verziert oder sie waren mit Ornamenten bemalt.
Ein guter Römertopf aus Ton kann auch hervorragend als Brotkasten fungieren, wenn er nicht zum Braten oder kochen benötigt wird.

Darauf sollte man beim Brotkasten achten!

Welche Brotkästen die besten sind, lässt sich schlecht sagen. Im Test 2015 bekamen zwei unterschiedliche Brotkästen ein „sehr gut“. Davon war einer aus Ton und ein weiterer aus Metall. Im Test kann das nachgelesen werden. Es gibt aber einige Grundsätze, die man im Umgang mit Brot und Brotkasten unbedingt beachten sollte. Heutige Brotkästen werden aus Holz, Keramik, Steingut, Metall und Kunststoff hergestellt.

Bei dem Material kommt es immer darauf an, welche Vorlieben der Benutzer hat. Keramik und Steingut haben keinen Eigengeruch und sind frei von irgendwelchen Lösungsmitteln. Die Benutzung eines Metallbrotkastens schmeckt nicht jedem, weil es metallisch schmecken soll. Hier unterscheidet man Edelstahl-Kästen und solche, die mit Emaille oder Farbe überzogen sind.
Das Brot möchte im Brotkasten atmen. Der Brotkasten darf also nicht luftdicht sein. Metall- und Holzkästen haben vorn die Klappe, die nicht luftdicht abschließt. Somit bleibt das Brot luftig genug aufgehoben, um nicht zu schimmeln, aber trotzdem verschlossen genug, um nicht auszutrocknen. Tonkästen bestehen aus mineralischem Material, das Poren hat und dadurch kann die benötigte Luft ein und die überschüssige Feuchtigkeit austreten. Brotkästen aus einem Kunststoff sind so gearbeitet, das kleine Luftschlitze, zum Zirkulieren der Luft am Kasten eingearbeitet sind. Gebrannte Ton und Keramiktöpfe sind zwar luftdicht gebrannt, haben aber lose aufliegende Deckel, so das auch hier die Luft zirkulieren und das Brot atmen kann.

Hartes, trockenes Brot wird am Meisten weggeworfen. Der weitere Grund ist der Schimmelbefall. Brot hat eine bestimmte Restfeuchte in sich. Die Lagerung muss also so gestaltet werden, dass sich die Feuchtigkeit nicht staut, wie zum Beispiel in einer Plastiktüte. Außerdem darf nicht zu viel Luft daran kommen, dass die Schnittfläche austrocknet. Ein Brotkasten sollte immer auf einer Arbeitsplatte frei stehen können. Das heißt, es muss möglich sein, dass die Luft rund herum zirkulieren kann. Brotkästen sollten demnach niemals in einen Schrank gestellt oder in eine Schublade gestellt werden. Die Arbeitsplatte ist ideal, weil sie hell ist, keine direkte Sonneneinstrahlung hat und luftig steht.

So sollte Brot gelagert werden!

Noch einige Tipps zur Brotlagerung. Brot, frisch vom Bäcker, sollte immer erst völlig auskühlen und dann erst in den Brotkasten gelegt werden. Brötchen sollten nicht in den Brotkasten gelegt werden, weil die knusprigen Brötchen hier schnell pappig weich und zäh werden. Auch Salzbrezeln oder Stangen bleiben möglichst draußen. Salzgebäck zieht Wasser an und das wiederum ist für Schimmel verantwortlich. Man sollte möglichst nur so viel Brot kaufen, wie man in maximal 3 Tagen aufessen kann. So hat man ständig frisches Brot. Hat man etwas mehr frisches Brot eingekauft, so kann man einen Teil einfrieren in einer entsprechenden Kunststofftüte. Das gefrorene Brot lässt sich so einige Wochen halten. Wird das Brot benötigt, lässt man es einige Stunden offen auftauen. Um Schimmel im Brotkasten zu vermeiden, ist der Brotkasten nach jedem Gebrauch, mindestens einmal pro Monat gründlich von allen Krümeln zu befreien und dann mit heißem Wasser zu reinigen. Es kann etwas Haushaltsessig auf einen Lappen gegeben werden und damit der Kasten ausgewischt werden. Gerade für den Fall, dass etwas schimmliges Brot darin war, ist das wichtig. Erst wenn der Brotkasten wieder gereinigt und getrocknet ist, sollte man frisches Brot hineingeben. Günstig ist es, wenn das Brot mit der Anschnittstelle nach unten im Kasten liegt. Die bestmögliche Temperatur zur Aufbewahrung von Brot, im Brotkasten, liegt zwischen 18 und 22 ° C.
Wer aber trotz Brotkasten doch einmal etwas hartes Brot haben sollte, kann es zum Kochen verwenden. Rezepte dazu gibt es im Internet. Angeschimmeltes Brot gehört grundsätzlich in den Müll. Es reicht nicht, den sichtbaren Schimmel abzuschneiden. Im Brot haben die Schimmelpilze, für das Auge unsichtbar, als Myzel gebildet und das Brot damit durchzogen.

Fazit:

Die Anschaffung eines praktischen und optisch ansprechenden Brotkastens ist eine gute Investition. Mit einem Brotkasten bleibt das Brot, bis es verzehrt wird, lange frisch und genießbar. So wird viel weniger Brot entsorgt und somit die Haushaltskasse entlastet. Außerdem werden die Rohstoffe nicht für die Mülltonne produziert, was auch ökologisch von Nutzen ist.